Januar 2012 - Gründungsfest

 

 

Gründungsfest 2012,

das an die Gründung des

Casino zu Coblenz im Januar 1808 erinnert,

 fand

am 14. Januar 2012 

im großen Saal der Debeka – Versicherungen in Koblenz

statt.

 

 

»Was ist das für eine Welt!«

 

Bundestagspräsident Lammert hielt Festrede zum Gründungsfest des „Casino zu Coblenz“

 

Koblenz. Hans-Jörg Assenmacher, vorsitzender Direktor des „Casino zu Coblenz“ war sich sicher: „Einen solchen Zuspruch hatten wir noch nie“. Das überaus große Interesse (rund sechshundert Gäste) zeige, dass der Festredner, Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, in Koblenz herzlich willkommen sei. Nicht nur der Bundestagspräsident sondern viele Casino-Mitglieder, Repräsentanten des öffentlichen Lebens, zahlreiche Vertreter aus den Parlamenten, dem Bundes- und Landtag waren der Einladung zum Gründungsfest gefolgt. Es erinnert jährlich an die  Gründung des „Casino zu Coblenz“ im Januar 1808. Die Zeiten damals waren außerordentlich schwierig. Koblenz war an Frankreich gefallen, die Aussichten für die Stadt waren unklar, die Lage der Bevölkerung angespannt. Assenmacher nannte es überraschend, dass sich gerade in dieser Situation ein Kreis zusammenfand, der sich zum Ziel gesetzt hatte, sich dem bürgerlichen, gesellschaftlichen Leben zu widmen. In dieser Gemeinschaft Gleichgesinnter sei die Tatkraft einzelner zum Tragen gekommen. Tatkräftig waren besonders die Gründer, sie waren Unternehmer, sagte Assenmacher. „Wir brauchen Menschen, die etwas unternehmen.“  Mit dem Thema „bürgerliches Engagement“ werde sich folgerichtig auch das jetzt schon zehnte „Casino-Forum“ im November 2012 befassen, wies der Casino-Direktor in diesem Zusammenhang auf eine weitere Veranstaltung der Gesellschaft hin. Der „Casino-Ball“ als gesellschaftliches Top-Ereignis in Koblenz, der ansonsten immer fester Bestandteil des Veranstaltungsjahres ist und traditionell am zweiten Freitag im Januar stattfindet, musste dieses Jahr allerdings, wie schon im vorigen Jahr, wieder einmal ausfallen, da die Stadthalle immer noch auf ihre Fertigstellung wartet. „So hoffen wir jetzt auf den 11.01.2013“, schloss Assenmacher.

Beim Begriff „Casino“ denke man vielleicht auch an eine Spielbank, doch das Unternehmen „Debeka“ habe sich seit mehr als einhundert Jahren der Solidität verpflichtet, scherzte Dr. Peter Görg, Vorstandsmitglied der „Debeka“-Versicherungen als Vertreter des Vorstands.

Und so werde es auch nach dieser Veranstaltung noch sein. Die „Debeka“ (gegründet 1905) bleibe ein seriöses Unternehmen, das sich im vergangenen Geschäftsjahr über ein gutes Ergebnis in allen Sparten freuen konnte. Beitragssteigerungen wurden erzielt, neue Arbeitsplätze konnten geschaffen werden. Bei dem Versicherungsunternehmen, das der größter Arbeitgeber in Koblenz ist, arbeiten in Koblenz mehr als dreitausend Menschen, informierte Dr. Görg. Eine Spielbank würde die „Debeka“ wohl nicht unterstützen, das Ziel der „Casinogesellschaft“, das Kultur- und Gesellschaftsleben zu bereichern, jedoch sehr gerne. Das gesellschaftliche Herz von Koblenz schlage heute in diesem Raum der „Debeka“.

Einer Einladung in ein Spielcasino wäre auch er sicher nicht gefolgt, in diesem Jahr schon gar nicht, nahm Lammert (63), der seit 2005 Präsident des Deutschen Bundestages ist, das Wortspiel auf.  Aber zur „Casinogesellschaft“ nach Koblenz sei er gerne gekommen, nicht zuletzt, weil die Stadt bedeutende Bundesbehörden beherberge. Exemplarisch nannte er das Bundesarchiv, das das Gedächtnis der Nation bewahre und ordne - „hoffentlich“, fügte er an. Er zolle der „Casinogesellschaft“ Respekt und Anerkennung dafür, dass sie seit mehr als zweihundert Jahren die stolze Tradition fortführe, einen Beitrag zur Urbanität der Stadt zu leisten, den Bürgern Geselligkeit und Information zu bieten. Dann ging auch Lammert auf die gründlich anderen Verhältnisse in Deutschland zum Zeitpunkt der Gründung der Gesellschaft in 1808 ein. Es sei eine Zeit der bürgerlichen Aufklärung und politischen Restauration gewesen. Und das nur zwei Jahre nachdem das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ sang- und klanglos, beinahe unauffällig aufgelöst wurde, formulierte er. Hätten Stadtschreiber und Historiker das nicht festgehalten, so fürchtete Lammert, wäre es wohl kaum im Gedächtnis geblieben. Von da an sollten noch fast sieben Jahrzehnte vergehen bis der deutschen Nationalstaat im Jahr 1871 gegründet wurde. Noch im 18. Jahrhundert  war Deutschland ein loser Staatenverbund von über dreihundert selbständigen Territorialstaaten. Kein einziger von ihnen hatte ernsthaften Einfluss, es gab kein politisches und kulturelles Zentrum. Zu Anfang des 19.Jahrhunderts erfolgte schließlich eine Neuordnung im vollständig unter französischer Kontrolle stehenden Deutschland. Auch heute gibt es wieder einen Staatenbund, führte Lammert weiter aus. 27, demnächst 28 Staaten sind in einer europäischen Gemeinschaft vereint. Dieser Staatenbund repräsentiere rund 500 Millionen Bürger. Ja, das sei gelegentlich schwierig. 

Lammert erzählte exemplarisch über zwei Veränderungsprozesse der Geschichte, die bis in die heutige Zeit nachwirken. Er nannte die Verlegung eines Telegraphen-Seekabels. Den Bau der „Indo-Europäischen Telegraphenlinie“ stieß Werner Siemens nicht nur an, sondern war zusammen mit seinen Brüdern auch maßgeblich daran beteiligt. Die 11.000 km lange Telegraphenleitung London – Kalkutta wurde 1870 eröffnet und war die Grundlage moderner telegraphischer Kommunikation. Vorher brauchte die Post rund 30 Tage von Kalkutta bis London. Jetzt dauerte die Übertragung von Informationen per Telegraphie nur noch wenige Stunden. Die Nachrichtenübermittlung erfuhr damit eine erhebliche Beschleunigung, war aber zunächst noch vergleichsweise kostspielig. Doch die technologische Innovation veränderte die Kommunikationsbedingungen weltweit grundlegend.

Als Veränderungsprozess im Bereich „Transport“ erinnerte Lammert an das „Modell T“ von Ford. Es war das erste Auto, das auf einem Fließband gefertigt wurde. Genau 98 Jahre vor dem Tag des diesjährigen Casino-Gründungsfestes, nämlich am 14. Januar 1914, wurde bei Ford auf Fließbandarbeit umgestellt, wodurch der Verkaufspreis des Autos um mehr als die Hälfte gesenkt werden konnte.

Die beiden Entwicklungen in den Bereichen Kommunikation und Transport hätten mit den Aspekten zu tun, die wir Globalisierung nennen, sagte Lammert. Sie seien gar die wesentliche Ursachen der Globalisierung. Die Welt sei dadurch größer und zugleich auch kleiner geworden als sie jemals war. Nie wusste man über die Geschehnisse und Verhältnisse in der Welt so viel. Die Verfügbarkeit von Wissen habe die  Globalisierung erst möglich gemacht, sie sei dadurch zugleich auch unvermeidlich geworden. „Zurück können wir nie wieder, selbst wenn wir es wollten“, merkte Lammert an. „Mein Gott, was ist das für eine Welt“ entlieh er einem bekannten Zitat von Heinrich von Kleist. Doch man dürfe nicht vergessen, dass der Fortschritt, die Globalisierung kein Naturereignis, sondern die Folge menschlicher Entscheidungen und Entwicklungen sei.

Nach dem Rückblick in die letzten Jahrhunderte, sah der Bundestagspräsident zurück auf das vergangene Jahr. Es sei ein besonders spannendes mit einer Serie von Ereignissen gewesen - „auf manche hätten wir auch lieber verzichtet“, fügte er schmunzelnd an. Die meisten dieser Ereignisse werden ihre Wirkungen nicht nur im Jahr 2012 sondern noch weit darüber hinaus entfalten. Dazu gehöre auch die Aufbruchentwicklung in der arabischen Welt, die den Begriff „arabischer Frühling“ geprägt hat, der sich schnell, vielleicht auch vorschnell eingebürgert habe. „Man weiß noch nicht, ob daraus ein strahlender Sommer, ein früher Herbst oder ein bitterer Winter wird“ philosophierte der CDU-Politiker. Die Kernschmelze im japanischen Atomkraftwerk Fukushima, die durch die Flutkatastrophe ausgelöst wurde, sei ein Ereignis von globaler Bedeutung gewesen. Es bestehe kein Zweifel daran, dass es die politischen Diskussionen zur Energieversorgung in Deutschland stärker als in den anderen europäischen Ländern beeinflusst habe. Man fragte sich nun, ob dem Nutzen von Atomenergie ein vertretbares Risiko gegenüber stehe. Aus den Diskussionen und der Bewertung dieses Ereignisses sei in unserem Land eine Entscheidung für eine grundlegende Neuorientierung unserer Energieversorgung erwachsen. Lammert hielt das für das vermutlich ehrgeizigste Einzelprojekt seit der Wiedervereinigung. Bis 2050 soll die Versorgung unserer Gesellschaft immerhin zu achtzig Prozent mit erneuerbaren Energien erfolgen. „Das ist mal eine Aussage!“, sagte Lammert. Dieser Entschluss sei mit breiter parlamentarischer Mehrheit getroffen, darauf war er sichtlich stolz. Er hielt seine offenbar freie, nur auf Stichpunktvorgaben aufgebaute Rede, in akzentuierter Aussprache, nahezu druckreif. Gelegentlich schaute er an die Decke, als ob er nachdenke, wie er es dem Koblenzer Publikum nahebringe, was ihm am Herzen liegt.

Die Chance, den zehnten Geburtstag des Euro zum Anlass zu nehmen, seine Sicht auf die neue gemeinsame Währung darzulegen, ließ Lammert nicht ungenutzt. Ihm war klar, dass gerade Deutschland der Abschied von seiner Währung in 2002 nicht leicht gefallen war, weil mit ihr gerne eine wunderbare Erfolgsgeschichte verbunden wird. Er wollte lieber nicht darüber nachdenken, ob bei einer Volksabstimmung an diesem Abend über den Beibehalt des Euro die neue Währung danach noch Bestand hätte. Doch die zehn Jahre seien ein hinreichender Beobachtungszeitraum dafür, ob sich der Euro bewährt habe oder nicht. Lammert versicherte, sie sei eine ebenso stabile Währung wie die D-Mark. Im Innen- und Außenwert sei sie sogar eher stabiler als die alte Währung. Mögliche Gleichgewichtsstörungen innerhalb der EU, die gemeinsame Währung betreffend, müssten beseitigt werden. Die Störungen hätten sich dadurch ergeben, dass es wohl eine gemeinsame Währung aber eben keine gemeinsame Haushaltspolitik der Teilnehmer-Staaten gibt. Lammert stellte – mehr rhetorisch – die Frage, ob eine Währungsstabilität ohne Haushaltsdisziplin möglich sein kann. Haushaltsdisziplin in der europäischen Gemeinschaft sei ohne Frage die Basis für dauerhafte Stabilität. Jedoch sei die Frage, warum ausgerechnet wir für die Länder Mittel bereitstellen sollen, die keine Haushaltsdisziplin haben, damit diese wieder zu halbwegs geordneten Verhältnissen zurückfinden können, durchaus berechtigt.

Das Ergebnis einer Modellrechnung gebe eine Antwort darauf. Es sei untersucht worden, wie verschieden sich der Binnenmarkt mit der gemeinsamen oder alternativ mit unterschiedlichen Währungen entwickelt hätte. Die Auswirkungen auf das Sozialprodukt im Euroland wurden für die beiden unterschiedlichen Fälle verglichen. Das Ergebnis: Das Sozialprodukt in allen 16 Euroländern war mit der gemeinsamen Währung um 325 Milliarden Euro höher als es bei nationalen Währungen im gleichen Zeitraum auf dem gleichen Gebiet gewesen wäre. Das zeige, dass ausnahmslos jedes Land von der Einführung des Euro profitiert habe, ohne den Euro wäre das Sozialprodukt überall kleiner gewesen. Nur der Nutzen sei unterschiedlich verteilt. Von den 325 Milliarden Sozialprodukt-Steigerung seien 165 Milliarden Euro auf die Bundesrepublik Deutschland entfallen. „Das ist die Hälfte!“ unterstreicht er seine Aussage. Den größten Nutzen von der Euro-Einführung hatten also wir. Daran könne es keinen vernünftigen Zweifel geben. Daher müsse es doch auch ohne vertragliche oder moralische Verpflichtungen in unserem eigenen Interesse liegen, die Stabilität der gemeinsamen Währung zu sichern. Das sei schlichte ökonomische Vernunft. An dieser Stelle applaudierte das Publikum zustimmend. In diesem Zusammenhang lobte Lammert besonders Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er habe hohen Respekt nicht nur vor ihrem physischen Einsatz sondern auch vor ihrer souveränen Sturheit oder vielleicht ihrer sturen Souveränität, mit der sie sich immer wieder für den Erhalt des Währungssystems einsetze. Sicher sei, dass wir bei den Ländern, die die Probleme in ihrem Haushalt selbst verursacht haben, darauf bestehen müssten, dass sich die Politik ändert, die zu diesen Problemen geführt hat, die die Länder nun nicht alleine lösen können. Wieder erhält Lammert anerkennenden Applaus. Dass es Veränderungen geben müsse, sei klar. Aber sie müssten vertraglich geregelt und die vertraglichen Regelungen müssten einklagbar sein, ergänzte er mit gesprochenem „Klammer auf“ und „Klammer zu“, wie er es einige Male im Verlauf seiner Rede machte. Wichtig schien ihm auch, darauf hinzuweisen, dass in der Euro-Krise keine andere Regierung in der Gemeinschaft  stärker aufgetreten sei als die deutsche. Das sei nur möglich gewesen, weil das Parlament sie in ihrer Linie mit haushoher Mehrheit stütze. Lammert erinnerte daran, dass im vergangenen Jahr nicht weniger als acht europäische Regierungen gekippt seien. Dagegen herrschten in Deutschland sowohl  politisch als auch ökonomisch erstaunliche Verhältnisse. Das nähmen im übrigen alle Nachbarländer ausgeprägter wahr als die eigenen Landsleute. Man könne das daran ausmachen, dass Berlin nach der Wiedervereinigung direkt nach Washington zum meist besuchten politischen Wallfahrtsort geworden sei. Anlässlich von Staatsbesuchen, bei denen man sich austausche über die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in den eigenen Ländern, habe er die Erfahrung gemacht, dass er immer wieder die Eieruhr danach stellen kann, bis spätestens nach zwei Minuten sein jeweiliger Gesprächspartner ihm anböte, die Probleme unseres Landes zu übernehmen, wenn wir dafür die des anderen Landes schultern würden. Was auf gut Deutsch heißt: „Eure Probleme möchten wir gerne haben!“.

Lammert erinnerte daran, dass Angela Merkel selbst aus der hochgradig turbulenten Situation zum Zeitpunkt des Gründungsfestes der Casinogesellschaft in 2009, die ihren Grund in der Banken- und Finanzkrise hatte, stärker herausgekommen sei, als sie hineingeriet. Nicht nur er habe das schon früher prognostiziert, jedoch wurde diese Vorhersage für das „typische Pfeifen im Walde“ gehalten, aber genau so sei es gekommen. „Wir sind jetzt deutlich stärker“, sagte Lammert sehr selbstbewusst. Die Delle des 5 %-Einbruchs im Nettosozialprodukt in 2009 habe man bereits nach zwei Jahren ausgemerzt. Es sei eine geradezu spektakuläre Verbesserung unserer relativen Wettbewerbssituation festzustellen. Dass wir das erreicht haben, sei nur möglich gewesen, weil alle ihren Beitrag dazu geleistet hätten, nicht zuletzt die Tarifparteien, die über Jahre hinweg faktische Stagnationen der Einkommen hingenommen hatten.

All diese Ausführungen waren für den Bundestagspräsidenten ein Grund, konzentriert und entschlossen mit Zuversicht in das neue Jahr hineinzugehen, auch wenn es sicher nicht immer gemütlich werde, fügte er an. Wir alle hätten großen Anlass, uns zuzutrauen, mit dem, was auf uns zukomme, zurande zu kommen, denn: Wir sollten doch einfach einmal die Probleme mit unseren Errungenschaften saldieren. Die Deutschen hätten im übrigen die besondere Begabung, ein und dasselbe Ereignis, das sie einst für ausgeschlossen hielten, bei seinem Eintreffen schließlich für eine schiere Selbstverständlichkeit zu halten. Er erinnerte dabei beispielhaft an die Wiedervereinigung. „Bessere Verhältnisse als jetzt hatten wir in Deutschland nie“, ist er überzeugt – „Mein Gott, was ist das für eine Welt!“ Es dürfe uns allen nicht an Mut und Kraft fehlen, mit Problemen fertig zu werden. Einen Tag mehr hat das Jahr 2012, diesen könnten wir sicher gebrauchen, wir sollten ihn gut nutzen. Vielleicht nutzten wir ihn bei einem der so wichtigen Ereignisse in diesem Jahr, wie zum Beispiel der Fußball-EM, sagte er mit einem Lächeln, das das „wichtig“ in Anführungsstriche setzte. Seine Prognose sei, dass Deutschland die EM gewinne – wenn es denn in das Endspiel käme. Erfolge wie ein solcher fielen nicht vom Himmel, sie müssten erarbeitet werden und wir dürften sie uns zutrauen. Wir müssten nur einmal den eigenen Kopf durchlüften und uns klarmachen, wie wir an zu bewältigende Aufgaben herangehen wollten. Zukunft sei schließlich das, was wir daraus machten. Wenn jeder seinen Teil daran mitwirke, dann werde 2012 ein gutes Jahr.

Lang anhaltender Applaus der Gäste zeigte: Lammerts Rede hatte eindeutig Gefallen gefunden.

Noch unter dem Eindruck des Gehörten, sagte Assenmacher, der Bundestagspräsident mache es ihm nicht leicht, die richtigen Worte auf dessen beeindruckende Rede zu finden. Die Gäste des jährlichen Gründungsfestes seien wohl verwöhnt, was die Festredner der letzten Jahre betreffe, aber Lammert habe schlichtweg „noch eins draufgesetzt“. Assenmacher sei dankbar für den Bogen, den Lammert gespannt habe von dem, was einmal war bis zu dem, was heute ist, was auch die Ereignisse betreffe, die die Gesellschaft geprägt haben. Der Bundestagspräsident habe uns allen Zuversicht für die Zukunft vermittelt. Als Dankeschön erhielt der Festredner die Festschrift zum zweihundertjährigen Bestehen der „Casinogesellschaft“ in 2008 zusammen mit einem Weinpräsent. Assenmacher vergaß auch nicht, sich bei Elke Steltner zu bedanken, die mit ihrem Harfespiel für einen stimmungsvollen musikalischen Rahmen sorgte.

Zum Ausklang der Veranstaltung lud der Direktor der „Casinogesellschaft“ alle Mitwirkenden, die für ein gutes Gelingen des Abends gesorgt hatten und die übrigen Gäste ein, bei Häppchen und einem Glas Wein, sich auszutauschen und Inhalte zu vertiefen.                                    - B. Senger -



 

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