CasinoForum 2006

An der Schwelle zu einer neuen Zeit -

Die Gesellschaft im digitalen Zeitalter

Das Casino zu Coblenz setzt damit seine Reihe fort, im Rahmen einer großen Forumsveranstaltung ein Thema zur Diskussion zu stellen, dass nachhaltigen Einfluss auf das zukünftige Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger nehmen wird.

Die Veränderungen in unserer Gesellschaft wurden in den letzten 200 Jahren insbesondere durch die technischen Entwicklungen mitbestimmt. Wir erleben gerade den Einzug der digitalen Datenwelt in alle Lebensbereiche. Ob es um den Austausch zwischen dem Bürger und seiner öffentlichen Verwaltung oder z. B. der Organisation des Gesundheitsmarktes geht, stets steht heute das Thema Nutzung der neuen Medien mit auf der Tagesordnung. Vor diesem Hintergrund ist es uns gelungen, namhafte Persönlichkeiten aus unserer Region zu gemeinsamen Foren mit namhaften Persönlichkeiten aus den Bereichen der überregionalen Wirtschaft, Verwaltung, Hochschule und Politik zusammen zu führen, um Sie zu informieren. Wir leisten damit als Bürgergesellschaft Casino zu Coblenz auch einen Beitrag zur Region Koblenz.

Wir danken allen, die in unterschiedlichster Form uns darin unterstützen, unser zweites Casino-Forum zu veranstalten.

 

 

Forum I:

 

IT in der öffentlichen Verwaltung –

eGovernment zum Vorteil der Bürger

 

Referenten:                Prof. J. Felix Hampe,

                                Prof Dr. Dr. Thomas Schildhauer,

                                Ralph Brubach,

                                Dirk Respondeck,

                                Dr. Friedhelm Fischer

 

Ort:                         Universität Koblenz-Landau,

 

Digitale Anwendungen beeinflussen schon heute sehr stark das Leben jedes einzelnen Bürgers, was sich zukünftig noch wesentlich verstärken wird.

eGovernment ist eines der Schlüsselworte in diesem Bereich. I her geht es nicht nur um höhere Effizienz bei der Erbringung von Verwaltungsleistungen, sondern auch um den Zugriff aller Bürger auf diese Angebote Das Verwaltungshandeln muss die nötige Transparenz behalten. Gleichzeitig dürfen die Standards einer demokratischen und vor allem freiheitlichen Gesellschaft nicht negativ tangiert werden.

Forschung und Lehre sowie der Anwendungsentwicklung erwachsen in diesem Bereich bürgernahe Problem- und Aufgabenfelder. die das Forum I aufzeigen und behandeln soll. Die Anbieter von IT-Lösungen müssen früh in Kommunikation mit Forschung und Lehre die Marktanforderungen entwickeln und damit auch ein Bewusstsein für die Tragweite der Anwendung schaffen.

 

Forum II:

 

IT Netze - Netze zum Wohl der Bürger

 

Referenten:                Andreas Dahm-Griess.

                                Frank Gotthardt,

                                Axel Köhler,

                                Ulf Fink

                                Karl-Josef Krechel-Mohr

 

Ort:                          Autohaus Schilling

 

In Forum II referieren und diskutieren Experten in anschaulicher Weise über die Vorteile vernetzter Technologien. die gesellschaftlichen Nutzen versprechen und Werft schützen. Anhand des Themas Gesundheitstelematik werden Potentiale und mögliche Anwendungen eines vernetzten Gesundheitswesens aufgezeigt. Wer profitiert davon? Wie wirkt es sich auf die einzelnen Bereiche aus? Die Vorteile der IT-Netze und digitaler Anwendungen für die beteiligten Ärzte, Patienten und Unternehmen werden den Aspekten gegenübergestellt, die den Bürger generell im Umgang mit der Telematik tangieren (z. B. einfacher und sicherer Zugang, Schutz der Daten, ...)

 

 

Forum III:

 

Der Bürger im digitalen Zeitalter –

der Netzteilnehmer als Maß der Dinge

 

Referenten:           Hendrik Hering (SPD),

                           Christian Baldauf (CDU),

                            Siegmar Mosdorf,

                             Jost Geweke

 

Ort:                         Rathaus Koblenz,

                               Alter Rathaussaal

 

Forum III stellt die Herausforderungen in den Mittelpunkt, die gemeistert werden müssen, uni eine Zweiklassen-Gesellschaft und damit verbundene ungewünschte soziale Folgen zu verhindern.

Aus gesamtgesellschaftlicher Sicht besonders bedenklich gilt hier die zu befürchtende Abkopplung ganzer Wirtschaftszweige und gesellschaftlicher Gruppen vom Zugang zu innovativen IT-Infrastrukturen.

Unser berufliches und privates leben ist ohne IT und Internet nicht mehr denkbar. Die digitalen Abläufe beschleunigen den Austausch von Informationen, verdichten sie und bringen Menschen in kurzer Zeit weltweit in Kontakt. Das ist eine Effizienzsteigerung, die aber auch Probleme mit sich bringt: Wer zu diesen Technologien, insbesondere dem Internet, keinen Zugang hat, ist ausgeschlossen. Und wo IT mehr und mehr die direkte Beziehung zwischen Menschen ablöst, entstehen gravierende psychologische und soziale Probleme mit schwerwiegenden Folgen für die Gesellschaft, wie der Vorfall an der Erfurter Schule uns vor Augen geführt hat. Das betrifft unsere zwischenmenschlichen Beziehungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen. In der Familie sowie im Berufsalltag kommuniziert man per eMail, in Bildungs- einrichtungen greift man auf a »eLearning« zurück und im Bereich der Dienstleistungen werden Personen durch sprachgesteuerte Computer ersetzt. Bis zu welcher Ausprägung wollen wir das treiben?

 

Abschlussforum:

 

Referenten:           Prof. Dr. Heinz Riesenhuber,

                                Siegmar Mosdorf,

                                Frank Gotthardt,

                                Rolf Florian

 

Ort:                         Debeka, Koblenz

 

Das Abendforum in den Räumen der Debeka wird eingeleitet durch ein Impulsreferat von Prof. Dr. Riesenhuber, Bundesforschungsminister a.D., welches verschiedene Kernaspekte sowie Herausforderungen für die Gesellschaft herausarbeitet. Die Thesen werden auf dem Podium mit führenden Persönlichkeiten der Politik sowie der regionalen Wirtschaft diskutiert.

Im Anschluss werden die raste zu einem Weinempfang mit Musik geladen und hallen Gelegenheit zu anregendem Dialog und individuellen Gesprächen mit den Referenten und Vertretern aus Gesellschaft und Politik.